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Urticae radix - Brennesselwurzel DAB 1997
Stammpflanzen: Urtica dioica L. und Urtica urens L. (Große bzw. Kleine Brennessel; ausdauernde bzw. einjährige, krautige Pflanzen mit zahlreichen Brennhaaren, U. dioica ausdauernd, 0,30 bis 1,50 hoch, Blätter bis 8 cm lang, gezähnt, U. urens einjährig, 10 bis 60 cm hoch, Blätter bis 4 cm lang, tiefer gekerbt)
Verbreitung: U. dioica ganz Europa, N-, M- und O-Asien, N-Afrika, eingebürgert in S- und N-Amerika, U. urens Eurasien, Kanaren, Mittelmeergebiet, Australien, S-Afrika, eingebürgert in N- und S-Amerika
Droge: die weder einen charakteristischen Geruch noch Geschmack aufweisenden Wurzeln
Herkunft: Wildvorkommen Mittel- und Osteuropas
Inhaltsstoffe: Polysaccharide, Sitosterol, Sitosterolglucosid, Scopoletin, ca. 0,1 % eines Lectins (UDA = Urtica-dioica-Agglutinin), Lignane, Ceramide, Fettsäuren, Monoterpendiole und deren Glucoside sowie Gerbstoffe
Anwendungsgebiete: Miktionsbeschwerden im Frühstadium bzw. den Stadien I bis II der benignen Prostatahyperplasie
Dosierung und Art der Anwendung: zur Teebereitung 1 gehäufter Teelöffel (ca. 1,5 g) grob gepulverte Brennesselwurzel mit kaltem Wasser übergießen, zum Sieden erhitzen, etwa 1 min im Sieden halten, 10 min bedeckt stehen lassen und dann abseihen; mittlere Tagesdosis: 4-6 g Droge
Unerwünschte Wirkungen: gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden

Bilder: wpe28.jpg (3658 Byte) wpe2C.jpg (3203 Byte) wpe2A.jpg (3027 Byte) wpe42.jpg (4060 Byte)
Urtica dioica L. (Große Brennessel): links eine Gruppe von Pflanzen, in der Mitte eine männliche Infloreszenz, rechts eine Infloreszenz mit zwittrigen Blüten Urtica urens L. (Kleine Brennessel)

Weitere Bilder:
Blätter* (Urtica dioica)
weibliche Infloreszenzen* (Urtica dioica)
Brennhaare* (Gegenlichtaufnahme von Urtica dioica, bei der die am Stengel lokalisierten Brennhaare sehr deutlich zu sehen sind)

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de