| Tubo-Curare |
| Stammpflanze: Chondodendron tomentosum RUIZ et PAV. [Liane mit samtartigem Stengel, bis 12
cm langen Blattstielen und etwas ledrigen, ganzrandigen, leicht herzförmigen,
dreieckig-eiförmigen oder rundlichen, 10-15 breiten und ebenso langen Blättern] Verbreitung: Amazonasgebiet und angrenzende Gebiete Nordbrasiliens, Perus und Kolumbiens sowie Panama Droge: braune, dicke Flüssigkeit von bitterem Geschmack (Spissumextrakt aus dem frischen oder getrockneten Stamm mit Rinde, welche bis 5 % Benzylisochinolinalkaloide enthalten) Herkunft: aus Wildvorkommen Perus Inhaltsstoffe: durchschnittlich 4-5 % Bisbenzylisochinolinalkaloide Alkaloide mit (+)-Tubocurarin als Hauptkomponente und einer Reihe weiterer Nebenalkaloide, darunter (-)-Curin, Chondocurarin, (+)-Chondocurin, Cycleanin und Norcycleanin Wirkungen: muskelrelaxierende Wirkung durch spezifische Hemmung der neuromuskulären Erregungsübertragung Verwendung: Tubocurarinhydrochlorid als Reinsubstanz aufgrund der muskelrelaxierenden Wirkung bei Operationen zur Muskelerschlaffung; ferner bei Tetanus Toxizität: Giftwirkung ausschließlich nach direkter Einbringung in Blutbahn; keine Angaben über Giftwirkung nach peroraler Applikation |
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© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de |