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Saponariae rubrae radix - Rote Seifenwurzel

Stammpflanze: Saponaria officinalis L. [Seifenkraut; bis 60 cm hohe, ausdauernde, im Spätsommer (ab Mitte Juli) blühende Pflanze mit weißen bis rosafarbenen Blüten]
Verbreitung: M-, O- und S-Europa, W-Sibirien, Vorderasien, eingebürgert in N-Europa und N-Amerika vorkommend in Flußauen sowie insbesondere an Straßenrändern, Bahndämmen und anderen Ruderalstellen
Droge: die aus Wildvorkommen oder Kulturen in China, dem Iran und der Türkei stammenden , stielrunden, außen rötlichen, bis 5cm dicken Wurzelstücke
Inhaltsstoffe: 2-5 % eines kompliziert aufgebauten Saponingemischs mit den Aglykonen Quillajasäure und Gypsogenin (Strukturen der Komponenten bislang unbekannt)
Verwendung: als Expektorans bei Katarrhen der oberen Luftwege; in der Volksheilkunde äußerlich bei Hauterkrankungen sowie bei rheumatischen Beschwerden
Dosierung und Art der Anwendung: einer Tagesdosis von 1,5 g Droge entsprechend die zerkleinerte Droge für Teeaufgüsse sowie in Form von galenischen Zubereitungen zum Einnehmen


Gypsogen.wmf (10550 Byte)Gypsogenin: R = H; Quillajasäure: R = OH

Bilder:
wpe107.jpg (4284 Byte)

Saponaria officinalis L. (Seifenkraut): Links die im Botanischen Garten Greifswald kultivierte Pflanze, rechts eine einzelne Pflanze mit der reichblütigen Infloreszenz und den leuchtend hellrofarbenen Blüten. Die Anzahl der Kronblätter beträgt theoretisch 5, ist aber häufig bis weit über 20 vermehrt (6 bei der endständigen Blüte rechts!).

wpe108.jpg (3178 Byte)

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de