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Ricini oleum - Ricinusöl DAB 10
Stammpflanzen: Ricinus communis L. [Christuspalme, Hundsbaum; allgemein sehr schnell wachsender (Bezeichnung Wunderbaum), je nach Region bis 5 m hoher baumartiger Strauch (Mittelmeergebiet) oder bis 13 m hoher Baum (Subtropen und Tropen) mit großen, bis 60 cm langen, schildförmigen, in mehrere eilängliche oder lanzettliche Lappen handförmig geteilten Blättern und bis 2,5 cm dicken, gestachelten Früchten]
Verbreitung:
beheimatet vermutlich in Afrika oder Indien, heute jedoch in nahezu sämtlichen tropischen und subtropischen Regionen der Erde verbreitet, angebaut in verschiedensten Ländern, insb. jedoch in Indien, China und Brasilien
Droge:
das ausschließlich in Deutschland aus gereinigten und geschälten Samen durch Kaltpressung (max. Temperatur 40° C) in hydraulischen Pressen gewonnene Öl
Zusammensetzung:
zu 70-77 % Triglyceride der Ricinolsäure (12-Hydroxy-9,10-cis-octadecensäure), daneben jeweils 3-5 % Öl- und Linolsäure, je 1 % Palmitin- und Stearinsäure; daneben 1 % Tocopherole
Wirkungen: laxierend (Wirkung durch im Magen-Darm-Trakt freigesetzte Ricinolsäure) durch Hemmung der Rückresorption von Wasser und Ionen
Anwendung:
zur kurzfristigen Behandlung bei Verstopfung
Dosierung und Art der Anwendung: Erwachsene 10-30 ml (1-2 Eßlöffel) möglichst auf nüchternen Magen

Bilder:
wpe21.jpg (3563 Byte) wpeD3.jpg (2627 Byte)
Ricinus communis L.: links die ganze Pflanze, rechts ein Standort in Venezuela mit ganzer Pflanze)

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de