Balsamum peruvianum - Perubalsam
Stammpflanze:
Myroxylon balsamum (L.) HARMS var. pereirae (ROYLE) HARMS [bis 26 m hohe Bäume mit ausladender, rundlicher Krone
(Verzweigung der Äste erst in 13-19 m Höhe!) und glatter, gelblich-grau bis brauner, von
zahlreichen hellen Lentizellen bedeckter Rinde und unpaarig gefiederten Blättern]
Verbreitung: Guatemala, Venezuela, Equador,
Kolumbien
Droge: der aus geschwelten Stämmen mindestens 10
Jahre alter Bäume gewonnene zähflüssige, dunkelbraune, schwach bitter, dann kratzend
schmeckende und entfernt nach Vanille und Benzoe riechende Balsam, der weder klebrig noch
fadenziehend ist und an der Luft nicht eintrocknet (Bildung des Balsams nur nach
Verletzung der Pflanze)
Herkunft der Droge: San Salvador; neuerdings
Kulturen auch auf Jamaika und Sri Lanka
Inhaltsstoffe: 50-70 % eines Gemisches von
Benzoesäureestern (ca. 2/3 Benzylbenzoat
und 1/3 Benzylcinnamat), 20-30 %
eines aus Benzoesäure- und Zimtsäureestern zusammengesetzten Harzes sowie eine Reihe
weiterer, in geringer Menge vorkommender Substanzen
Anwendungsgebiete: aufgrund der
antibakteriell-antiseptischen, granulationsfördernden und antiparasitären (insb. gegen
Krätzmilben) Wirkung lokal u. a. bei infizierten und schlecht heilenden Wunden, bei
Verbrennungen, Frostbeulen und Hämorrhiden; in der Volksheilkunde ferner bei Ekzemen,
Juckreiz, Kehlkopftuberkulose sowie weiteren Krankheiten
Dosierung und Art der Anwendung: Zubereitungen mit einem
Arzneistoffgehalt von 5-20 % zur äußeren Anwendung bzw. bis 10 % bei großflächer
Anwendung; Dauer der Anwendung höchstens 1 Woche