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Lupuli strobulus - Hopfenzapfen DAB 1997
Stammpflanze: Humulus lupulus L. [Hopfen; diözische, ausdauernde, windende Pflanze mit gegenständigen Blättern, einjährige Triebe bis 6 m, in Kultur bis 12 m lang werdend, Stengel nicht verholzend, männliche Blüten grünlich, ca. 5 cm im Durchmesser, weibliche Blüten ebenfalls klein, jedoch in dichtblütigen, stark verzweigten Infloreszenzen, aus denen sich unter Beteiligung der Hochblätter die 2-5 cm langen und 1-2 cm breiten Fruchtstände = Hopfenzapfen bilden]
Verbreitung: uralte Kulturpflanze, ursprüngliche Heimat unsicher, var. cordifolius wahrscheinlich in Ostasien, var. lupuloides im östlichen N-Amerika, var. lupulus in Europa; in Europa sicher seit dem 8. Jh. eingebürgert; Kulturen in allen gemäßigten Zonen der Alten und Neuen Welt, verwildert in Auwäldern und Hecken
Droge: die ganzen, getrockneten, weiblichen Infloreszenzen (bei Sammlung Ernte im September)
Herkunft: aus dem Anbau für die Bierindustrie
Inhaltsstoffe: Hopfenbitterstoffe (Monoacylphloroglucide = Hopfenbittersäuren; Humulone mit zwei Dimethylallylseitenketten = a -Säuren, Lupulone mit drei Dimethylallylseitenketten = ß-Säuren); Polyphenole (4-14 % des Trockengewichts); ätherisches Öl (0.05-1.7 %; Hauptkomponenten: Myrcen, Humulen, ß-Caryophyllen, 2-Undecanon)
Wirkungen: sedierend (beruhigend und schlaffördernd), antibakteriell, antimykotisch, estrogen, spasmolytisch und anregend auf die Magensaftsekretion
Anwendungsgebiete: Unruhe und Angstzustände sowie Schlafstörungen; in der Volksheilkunde zudem u. a. als Bittermittel bei Magenbeschwerden und als Zusatz zu Bädern mit beruhigender Wirksamkeit
Dosierung und Art der Anwendung: zur Teebereitung werden 1 bis 2 Teelöffel mit 150 ml heißem Wasser übergossen und nach 10-15 min durch ein Teesieb gegeben (2-3mal tgl. und vor dem Schlafengehen 1 Tasse frisch bereiteter Aufguß)
Unerwünschte Wirkungen: allergische Kontaktdermatitis nur bei Kontakt mit frischen Hopfenzapfen; durch Kontakt mit Hopfenstaub hervorgerufene allergische Reaktionen nicht gesichert
Sonstige Verwendung: in der Kosmetik Verwendung von Extrakten und Abkochungen als Zusätze zu Haarpflegepräparaten (verleihen dunklem Haar einen schönen Glanz), in der Nahrungsmittelindustrie zur Bierherstellung (Konservierungs- und Bittermittel)

Humulon.wmf (6774 Byte)

Humulon

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Lupulon


Bilder:
Blätter*
Zweig mit weiblichen Blütenständen*
Farbzeichnung*
Zeichnung aus "Köhlers Medizinal-Pflanzen"*

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de