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Larrea-divaricata-Zweigspitzen
Stammpflanze: Larrea divaricata CAV. [Fam. Zygophyllaceae; Kreosotostrauch; Synonyme: Covillea glutinosa (ENGELM. RYDB., C. tridentata (SES. et MOÇ. ex DC.) VAIL., Larrea glutinosa ENGELM., L. mexicana MORIC., L. tridentata (SES. et MOÇ. ex DC.) VAIL, Zygophyllum tridentatum SES. et MOÇ. ex DC.; xerophytische, bis 2 m hohe, sparrig verzweigte Sträucher mit 4 bis 18 mm langen, lanzettlich bis sichelförmigen, ledrigen, immergrünen, klebrig-harzigen Blättern und ca. 25 mm breiten Blüten].
Verbreitung: Halbwüsten und Wüsten Texas, Arizonas und Mexikos.
Droge: Die beblätterten, oft Früchte tragenden Zweige.
Beschreibung der Droge: 15 bis 20 cm lange Zweige mit einem Durchmesser von durchschnittlich 0,5 bis 1 mm, gelegentlich bis 4 mm, und braunen Blättern und Nebenblättern. Typisch ist der kreosotartige Geruch sowie die Knoten, die von Harzausscheidungen wulstig sind.
Herkunft: Droge aus im Rahmen der Rekultivierung von Tagebaugebieten im Südwesten der USA angelegten Kulturen.
Inhaltsstoffe: 16 bis 21 % Lignane mit Nordihydroguajaretsäure als Hauptkomponente, ferner Norisoguajacin, Dihydroguajaretsäure und weitere Lignane; daneben eine Vielzahl von Flavonoiden, verschiedene Triterpenderivate und Wachs.
Anwendungsgebiete: In der Volksheilkunde Mexikos in Form von Zubereitungen gegen zahlreiche Erkrankungen, darunter u. a. Rheumatismus, Urethritis (Harnröhrenentzündung), Magenbeschwerden und Magengeschwür, Hämorrhiden, Bluthochdruck und Bronchitis, Teedekokte zur Kräftigung des Uterus zur Verbesserung der Empfängnis (Wirksamkeit nicht belegt!!!).
Nebenwirkungen: Veränderungen von Enzymaktivitäten wurden nachgewiesen. Ferner eine Reihe von Einzelberichten über toxische Effekte am Menschen, im Tierversuch Nachweis verschiedener toxischer Effekte. Wiederholte Berichte über Induktion von allergischen Kontaktdermatiden.
Sonstige Verwendung: In der Kosmetik zur Herstellung von Haartonika. Aus der Droge gewonnene Nordihydroguaiaretsäure als extrem wirksames Antioxidans insbesondere zur Stabilisierung  von Fetten (Verhindern des Ranzigwerdens). Infolge der nachgewiesenen toxischen Eigenschaften in Deutschland seit 1968 nicht mehr als Zusatz zu Lebensmitteln zugelassen. Im Nichtlebensmittelbereich zuweilen aus gleichem Grund verwendet.
Literatur: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, Folgeband 3, Drogen L-Z, Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1998

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de