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Herniariae herba - Bruchkraut
Stammpflanzen: Herniaria glabra L. und Herniaria hirsuta L. (Kahles und Behaartes Bruchkraut; kleine, bodenanliegende Kräuter mit unscheinbaren, gelblichgrünen, in blattachselständigen Knäueln angeordneten Blüten; bei H. hirsuta ganze Pflanze steifhaarig, bei H. glabra nur Stengel behaart)
Verbreitung: H. glabra Europa bis W-Sibirien, Vorderasien, N-Afrika, H. hirsuta Mittelmeergebiet, W-, M- und O-Europa, SW-Asien, O-Afrika
Droge: das aus Wildvorkommen insb. südosteuropäischer Länder stammende, getrocknete Kraut
Inhaltsstoffe: 3 (-9) % glucuronsäurehaltige Saponine mit den Aglykonen Medicagensäure, Gypsogensäure und 16a-Hydroxymedicagensäure, daneben ca. 2 % Flavonoide und 0,1-0,4 % Cumarine
Verwendung: als Diuretikum zur Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen und Beschwerden im Bereich der Nieren und ableitenden Harnwege und bei Atemwegserkrankungen
Dosierung und Art der Anwendung: 2-3mal täglich eine Tasse Tee bereitet aus 1,5 g fein geschnittener Droge, welche mit kaltem Wasser versetzt und kurz aufgekocht und nach 5 min durch ein Teesieb gegeben wird

Medicage.wmf (11478 Byte)

Medicagensäure: R1 = OH, R2 = H
Gypsogensäure: R1, R2 = H
16a-Hydroxymedicagensäure: R1, R2 = OH

Bilder:
Herniaria glabra L.: Kaum eine weitere einheimische dicotyle Pflanze ist so unfotogen wie das Kahle Bruchkraut. Mit seinen unscheinbaren Blüten und kleinen Blättern bildet die kriechende Pflanze teileweise einen bodendeckenden Rasen wpeEA.jpg (3691 Byte) wpeEB.jpg (3970 Byte)

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de