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Gallae - Aleppogallen
Stammpflanze: Quercus infectoria OLIVIER [Galleiche; wenige Meter hoher Strauch oder Baum]
Verbreitung: Ägäis, Kleinasien, Zypern, Vorderasien
Droge: die kugelförmigen, im Durchmesser 1.5 bis 2.5 cm großen, grünlich- bis gelbbraunen, sehr harten und relativ schweren Gebilde, welche durch Eiablage der Gallwespe Andricus gallae-tinctoriae OLIV. in den Laubblattknospen gebildet werden
Herkunft: Irak, Iran, Türkei
Inhaltsstoffe: 60 bis 70 % Tannine (insb. oligo-Galloylglucosen)
Wirkungen: adstringierende Wirkung (nicht experimentell belegt); weitere Wirkungen wurden experimentell nachgewiesen, erscheinen aber für die Anwendung der Droge unrelevant
Verwendung: als Adstringens zur unterstützenden Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen verschiedener Ursache; in der Volksheilkunde als Tinktur bei Zahnfleischentzündungen und bei Frostbeulen
Dosierung und Art der Anwendung: Tinctura Gallarum zu Pinselungen; gebräuchliche Konzentration zur Mundspülung: 1 % in Wasser
Sonstige Nutzung: Gewinnung von Tannin; Ledergerberei
Monographiesammlungen: Gallae DAB6, Galla ÖAB90, Helv V

Galluses.wmf (22134 Byte)

Tetragalloylglucose


Bilder: wpe13B.jpg (1952 Byte) Gallae/Aleppogallen mit ihrer typischen kugelförmigen und mit Höckern versehenen Gestalt

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de