Zur Startseite ...
Fumariae herba - Erdrauchkraut DAB 1997
Stammpflanze: Fumaria officinalis L. [Erdrauch, Ackerraute; 10 bis 50 cm hohe, einjährige Pflanze mit gefiederten Blättern und kleinen, gespornten Blüten in meist reichblütigen Blütenständen]
Verbreitung:
Europa bis Westsibirien/Balkan im Osten, Äthiopien im Süden und Kanaren im Südwesten; eingebürgert in N- und S-Amerika
Droge:
das getrocknete Kraut
Herkunft:
aus Wildvorkommen in Europa und Asien, bevorzugt aus Osteuropa
Inhaltsstoffe:
bis 1,25 % Alkaloide vom Isochinolin-Typ (u. a. (-)-Scoulerin, Protopin, Fumaricin), ferner Flavonglykoside und reichlich Pflanzensäuren (u. a. Fumarsäure, beißender Rauch beim Verbrennen der Droge)
Wirkungen: leichte, spasmolytische Wirksamkeit am oberen Verdauungstrakt
Anwendungsgebiete:
als Cholagogum bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Trakts; in der Volksheilkunde darüber hinaus bei Verstopfung, Lebererkrankungen, Blasenleiden (als Diuretikum) und Hautkrankheiten
Dosierung und Art der Anwendung: mittlere Tagesdosis 6 g; galenische Zubereitungen entsprechend; zur Teebreitung 2-4 g (1-2 Eßlöffel) zerkleinerte Droge mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 min abseihen; der noch warmen Teeaufguß wird 30 min vor den Mahlzeiten getrunken
Unerwünschte Wirkungen: keine bekannt; auch bei i. p. Applikation bei Maus und Ratte keine Sterblichkeit

Protropin

Fumaricin

Fumarsäure


Bilder: Fumaria officinalis*
Farbzeichnung F. officinalis: mikroskopische Aufnahme der Blüte

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de