| Cubebae fructus - Kubeben |
| Stammpflanze: Piper cubeba L. f. [Fam. Piperaceae/Pfeffergewächse; Kubebenpfeffer; Synonyme: Cubeba officinalis RAF.; dt. Synonyme: Schwanzpfeffer, Stielpfeffer; 5 bis 10 m hoher, monözischer Kletterstrauch mit bis 15 x 6 cm großen, kurz gestielten, eiförmig bis länglich-elliptischen Blättern; männliche Blüten mit 2 bis 3 Staubblättern, in bis 4 cm langen Infloreszenzen, weibliche Blüten in 4 bis 5 cm langen Ähren mit etwa 50 Einzelblüten]. |
| Verbreitung: Indonesien (Große Sunda-Inseln). |
| Droge: Die getrockneten, meist noch nicht völlig reifen Früchte [aromatischer Geruch und aromatischer, scharf bitterer Geschmack; bis 5 mm breit, nahezu kugelig und am Scheitel leicht zugespitzt, Oberfläche dunkelgrau- bis schwarzbraun und durch Eintrocknen der Fleischschicht geschrumpft und netzig-runzelig]. |
| Herkunft: Anbau auf Java. |
| Inhaltsstoffe: 10 bis 20 %, überwiegend aus Sesquiterpenen bestehendes ätherisches Öl; reichlich Lignane mit ca. 2,5 % (-)-Cubebin sowie (-)-Cubebinin, Dihydroclusin, (-)-Dihydrocubebin und Hinokinin; ca. 1 % sauer reagierendes und 3-3,7 % neutral reagierendes Harz; als Reservestoffe hauptsächlich (ca. 12,3 %) fettes Öl; die für den scharfen Geschmack von Pfefferfrüchten (Piperis nigri fructus) hauptsächlich verantwortlichen Säureamide (Piperin etc.) sind nicht nachweisbar. |
| Wirkungen: Angeblich im Harn antiseptische Wirkung durch die Harzsäuren. |
| Anwendungsgebiete: In der Volksheilkunde bei entzündlichen und bakteriellen Erkrankungen der Harnwege. Ebenfalls als Expektorans bei chronischer Bronchitis, unzerkleinert bei Kopfschmerzen (Schwindelkörner), Gedächtnisschwäche und zur Steigerung des Geschlechtstriebes. |
| Dosierung und Art der Anwendung: Pulverisierte Droge 2 bis 4 g täglich, von Extrakt (1:1) und Tinktur (1:5) 2 bis 4 ml täglich. |
| Akute Toxizität: Bei Einnahme größerer Mengen u. a. Reizung von Harnwegen, Nieren- und Darmschmerzen, krampfhafte Harnverhaltung, Erbrechen, Diarrhöe. |
| Sonstige Verwendung: Im Haushalt zuweilen als Gewürz verwendet. |
| Literatur: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, Band 6, Drogen P-Z, Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1994 |
© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de |