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| Chelidoni herba - Schöllkraut DAB 1997 | |||||||||
| Stammpflanze: Chelidonium majus L.
[Schöllkraut; bis 1 m hoch werdende, ausdauernde Ruderalpflanze mit gelb gefärbten Milchsaft, der in gegliederten Milchröhren
vorliegt; K2, C4, A viele, G(2); Frucht eine Schote] Verbreitung: Europa sowie Mittel- und Nordasien Droge: das im Frühherbst (höchster Alkaloidgehalt) gesammelte und bei 60-70ºC rasch getrocknete, brennend scharf und bitter schmeckende sowie eigentümlich widerlich riechende Kraut Herkunft: Wildvorkommen osteuropäischer Länder oder aus dem Anbau in Polen Inhaltsstoffe: Gemisch aus ca. 30 verschiedenen Alkaloiden vom Benzophenanthridin-Typ, insb. Coptisin, Chelidonin, Berberin und Chelerythrin (Gehalt je nach Herkunft und Trocknungsbedingungen 0,01-1,0%, nach DAB Mindestgehalt 0,6 % berechnet als Chelidonin), als weitere Bestandteile vor allem verschiedene Pflanzensäuren (insb. Chelidonsäure, Citronensäure, Äpfelsäure, Bernsteinsäure) Wirkungen: Gesamtextrakt mit choleretischer Wirkung ohne Erhöhung der Gallensäurenkonzentration Anwendungsgebiete: krampfartige Beschwerden im Bereich der Gallenwege und des Magen-Darm-Traktes, in der Volksheilkunde auch bei Gallenblasenentzündungen und Gallensteinleiden sowie zur Behandlung von Warzen (antimitotische Wirksamkeit von Chelidonin und proteolytisch wirkende Enzyme) Dosierung und Art der Anwendung: in Form verschiedener Zubereitungen (Tee: 1,5 Eßlöffel getrocknetes Kraut 10 min in 1 l kochendem Wassser ziehen lassen; Infus: 15 g gertrocknetes Kraut auf 1 l Wasser und 10 min ziehen lassen) einer mittleren Tagesdosis von 2-4 g Droge bzw. 12-30 mg Gesamtalkaloide entsprechend Unerwünschte Wirkungen: bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine bekannt |
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![]() Coptisin |
![]() Chelidonin |
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![]() Chelerythrin |
![]() Berberin |
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Chelidonsäure |
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© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de |
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