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Caricae pseudofructus - Feigen
Stammpflanze: Ficus carica L. [Feigenbaum; 2-10 m hoher, milchsaftführender, sommergrüner, monözischer Strauch oder Baum mit bis 20 cm langen, 3-5(-7)lappigen, oberseits etwas rauhen, unterseits weichhaarigen Blättern und unscheinbaren, an den Innenwänden kleiner, krugförmiger Gebilde lokalisierten Blüten (Bestäubung durch Gallwespen)]
Verbreitung: Mittelmeergebiet bis Indien; Anbau auch in zahlreichen weiteren Regionen
Droge: die reifen oder unreifen Scheinfrüchte
Inhaltsstoffe: ca. 50 % Invertzucker in reifen Scheinfrüchten, das Enzym Ficin in unreifen Scheinfrüchten
Wirkungen: reife Feigen mild laxierend (Wirkung allerdings nicht experimentell belegt), das in den unreifen Feigen enthaltene Ficin ist eine Peptidhydrolase
Anwendungsgebiete: reife Feigen als Stärkungsmittel sowie als mildes Laxans, unreife Feigen zur Ficingewinnung (verwendet zur Substitutionstherapie bei Verdauungsstörungen)

Bilder:
Blütenanordnung und Scheinfruchtentwicklung anhand Ficus pumila, der Kletterfeige: Bild 1* zeigt die am distalen Ende noch offenen Blütenstände, die sich in ihrer Gesamtheit wie auch bei F. carica zu den Scheinfrüchten entwickeln, Bild 2* ist ein Längsschnitt, bei dem die Vielzahl eingeschlechtlicher Blüten zu erkennen ist, Bild 3* zeigt die gleiche Infloreszenz als Nahaufnahme, wobei die neben den roten weiblichen Blüten besonders die Stamina der männlichen Blüten aufgrund ihrer hellen Färbung am linken Rand deutlich zu erkennen sind
Ficus carica* (Zweig mit unreifen Scheinfrüchten)
Ficus carica* (Blätter)
Ficus carica* (unreife Scheinfrüchte)
Ficus carica* (Zweig mit Scheinfrüchten)

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de