| Camphora - Kampfer DAB 1996 | ||||||
| Stammpflanze: Cinnamomum camphora NEES et EBERM. [stattlicher, bis 50 m hoher,
immergrüner Baum mit wechselständigen, oval-lanzettlichen, ganzrandigen, glatten und
glänzenden Blättern] Verbreitung: Küstengebiete des tropischen und subtropischen Ostasiens von Vietnam bis Jangtse-Mündungsgebiet sowie dem 34. Breitengrad in Japan Droge: das bei 174-180°C schmelzende, ein durchscheinendes, weißes oder farbloses, kristallines Pulver oder eine zähe, krümelige Masse darstellende, charakteristisch riechende und scharf, schwach brennend und bitter, aromatisch schmeckende D(+)-Campfer Gewinnung: nach Wasserdampfdestillation von zerkleinertem Holz 50 Jahre alter Bäume oder aber Zweigen und Blättern 50-60 Jahre alter Bäume Gewinnung von Campheröl, aus dem beim Abkühlen Campfer größtenteils auskristallisiert Herkunft: überwiegend aus Japan und China, daneben aber auch zahlreiche weitere Herkunftsgebiete, welche sich außerhalb der natürlichen Heimat der Art befinden (Ostafrika, Marokko, Kalifornien ...) Wirkungen: an der Haut hyperämisierend und leicht lokalanästhetisch, im oberen Gastrointestinaltrakt carminativ und an den Bronchien sekretolytisch und spasmolytisch sowie auf Atmung und Kreislauf stimulierend Anwendungsgebiete: äußerlich insb. bei Muskelrheumatismus als Liniment (20 %), in Form von Salben (u. a. Camphersalbe Helv VII, Hyperämisierende Salbe NFR 1.2), Campher-Spiritus (10 %) oder Ölen (z. B. Campheröl DAC 1986), daneben als Bestandteil von Erkältungssalben Unerwünschte Wirkungen: geringe therapeutische Breite, bei (obsoleter) innerlicher Anwendung Vergiftungserscheinungen mit Übelkeit und zentralnervösen Störungen, die bis hin zu clonischen Krampfanfällen gehen können, jedoch auch bei äußerer Anwendung (besonders bei Kindern) Gefahr resorptiver Vergiftungen; bei äußerer Anwendung allg. Gefahr von allergischen Reaktionen (Kontaktekzeme) |
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Campfer |
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