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| Berberidis radicis cortex - Berberitzenwurzel | |||||||
| Stammpflanze: Berberis vulgaris L.
(Berberitze, Sauerdorn; bis 2 (3) m hoher, sommergrüner, dorniger Strauch mit scharf
gezähnten, ovalen Blättern, und in hängenden Trauben angeordneten Blüten mit 15 gelben
Perigonblättern) Verbreitung: in fast ganz Europa, dem westliches Asien, Pakistan, den USA auf kalkhaltigen Böden an sonnigen Stellen in Gebüschen und am Rande von Auwäldern Droge: die getrocknete, gelblichgraue, bitter schmeckende und beim Kauen gelb werdende Wurzelrinde Herkunft: aus Wildbeständen Mittel und Südeuropas, z. T. auch aus den USA und Westasien Inhaltsstoffe: bis 13 % Benzylisochinolinalkaloide, darunter 5-6 % Protoberberine mit Berberin als Hauptkomponente sowie Jateorhizin und Palmatin, ferner 4,8-5,4 % Bisbenzylisochinoline (u. a. Berbamin und Oxyacanthin) und die Aporphin-Base Magnoflorin Verfälschungen: Handelsdroge häufig durch Beimischungen von Zweig- und Stammrinde (15-50 %) verunreinigt (hell- bis graubraune Farbe), aus Indien stammende Droge ("indische Qualität") öfters auch durch von anderen Arten stammende Rinde verfälscht Wirkungen: cholagoge Wirkung wird angenommen und konnte auch tierexperimentell bestätigt werden, jedoch mit z. T. widersprüchlichen Resultaten Verwendung: in der Volksheilkunde u. a. bei Leberfunktionsstörungen, Gallenleiden, Gelbsucht, Verdauungsstörungen Anwendungsgebiete: leicht eingeschränkte Herleistungleistung Dosierung und Art der Anwendung: als Infus 2 g auf 250 ml Wasser, von der Tinktur 20-40 Tropfen pro Tag Toxizität: allgemein nur geringe Toxizität, akute Vergiftungen daher kaum zu befürchten; bei Überdosierung (Dosen über 4 g entsprechend 0,5 g Berberin) Gefahr von leichter Benommenheit, Nasenbluten, Erbrechen, Diarrhoe, Nierenreizungen und evtl. Nephritis Sonstige Nutzung: zur Opium- und Morphinentwöhnung |
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![]() Berberin |
![]() Palmatin |
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![]() Jateorhizin |
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© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de |
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