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Anisi stellati fructus - Sternanisfrüchte DAB 1996
Stammpflanze: Illicium verum HOOK. fil. [Sternanis(baum), Echter Sternanis; ca. 10 m hoher Baum mit weißer, birkenähnlicher Rinde, elliptisch-lanzettlichen, ganzrandigen Blättern und gelblich- oder rötlichweißen Blüten]
Verbreitung: China (Guangxi, Guangdong, Fujian, Yunnan), Vietnam
Anbaugebiete: Indochina, Japan, Philippinen
Droge: die ausschließlich aus dem Anbau stammenden, ganzen, getrockneten, rotbraunen, korkig-holzigen, aus meist 8 sternförmig um eine Achse angeordneten Teilfrüchten bestehenden Sammelfrüchte, die kurz vor der Vollreife von August bis Oktober geerntet werden
Inhaltsstoffe: 5-9 % ätherisches Öl [Sternanisöl, zusammengesetzt aus 80-90 % trans-Anethol, daneben weitere Phenylpropanderivate sowie Monoterpene (diese fehlend bei Anisi aetheroleum/Anisöl, gewonnen aus Pimpinella anisum / Apiaceae) und Sesquiterpenkohlenwasserstoffe], Flavonoide, in den Samen ca. 20 % fettes Öl
Wirkungen: bronchosekretolytisch, im Magen-Darm-Trakt spasmolytisch
Anwendungsgebiete: Katarrhe der Luftwege sowie Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Völlegefühl, Blähungen
Dosierung und Art der Anwendung: einer mittleren Tagesdosis von 3,0 g entsprechend 0,5-1,0 g oder einmal täglich 1 Teelöffel (ca. 3 g) der frisch gepulverten Droge zur Teebereitung (Übergießen mit siedendem Wasser und nach 10 bis 15 min Filtration durch Teesieb)
Sonstige Verwendung: im Haushalt als Gewürz bzw. in der Lebensmittelindustrie zur Aromatisierung zahlreicher Produkte

Anethol.wmf (36274 Byte)trans-Anethol

Bilder:
Illicium sp.* (Blüte)
Illicium sp.* (Zweig mit Blüten)
Illicium verum*  (syn. Illicium anisatum L.) Abbildung aus "Köhler's Medizinal-Pflanzen"

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de