| Adonidis herba - Adoniskraut DAB 1997 | ||||||
| Stammpflanze: Adonis vernalis L. [Adonisröschen;
ausdauerndes, 10-40 cm hohes Kraut mit zwei- bis vierfach fiederschnittigen Blättern,
einer Blüte mit einem Durchmesser zwischen 4 und 7 cm, echten Kelchblättern und bis 20
schmalen, gelben Kronblättern] Verbreitung: in Mittel-, Ost- und Südosteuropa auf kalkhaltigen, offenen, sonnigen Böden (sibirisch-osteuropäische Steppenpflanzen) Droge: die während der Blütezeit (April/Mai) gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile Herkunft: aus Wildvorkommen Bulgariens, Rußlands und Ungarns Inhaltsstoffe: ca. 0,25 % (je nach Herkunft zwischen 0,2 und 0,8 %) herzwirksame Glykoside vom Cardenolidtyp, insbesondere Mono-, Di- und Triglykoside des k-Strophantidins und Mono- und Diglykoside des Adonitoxigenins (Zuckerkomponenten: u. a. D-Glucose, D-Fucose, D-Digitalose, D-Cymarose, L-Rhamnose) mit Adonitoxol und Adonitoxin als Hauptkomponenten sowie etwa 1 % Flavonglykoside (C-Glykoside mit Orientin-2"-O-ß-D-xylopyranosid als Hauptkomponente) Verfälschung: gelegentlich durch die leicht makroskopisch zu idententifizierenden A. aestivalis L. (ziegelrote Kronblätter) und A. autumnalis L. (blutrote Kronblätter) Wirkungen: positiv inotrop, jedoch Resorptionsquote der Glykoside nicht bekannt Anwendungsgebiete: leicht eingeschränkte Herzleistung Dosierung und Art der Anwendung: 0,6 g eingestelltes Adonispulver pro Tag (Adonidis pulvis normatus DAB 1997; höchste Einzelgabe 1,0 g, höchste Tagesdosis 3,0 g) Unerwünschte Wirkungen: bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine bekannt, bei Überdosierung Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen |
||||||
|
||||||
k-Strophantin |
||||||
|
||||||
© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de |
||||||