1. Familie: Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)
Gattungs- und Artenzahl: 50 Gattungen mit 1500 Arten;
Habitus: überwiegend ein- oder mehrjährige Kräuter, daneben auch Sträucher und Lianen (Clematis);
Blätter: meist wechselständig, gelegentlich auch grund- oder gegenständig, häufig zusammengesetzt;
Vermehrungsart: zwittrig (Bild: Ranunculus sardous*), selten auch zweihäusig (Bild: Thalictrum sp.*, männliche Pflanze); überwiegend entemogam, selten auch anemogam (Thalictrum)
Blütenanordnung: Blüten einzeln oder in Infloreszenzen
Blütenaufbau: radiär bis zygomorph; Perianth 5-50, frei, doppelt oder einfach, zuweilen mit Honigblättern (beachte Nektartasche am Grunde des Blattes); Androeceum 15-100; Gynoeceum 3-100, hypogyn, meist apokarp, daraus Entwicklung von Sammelbalgfrüchten*
Verbreitung: Dauerfrostzone bis Tropen: Kosmopoliten
Chemische Merkmale: häufig Akkumulation von Giftstoffen, die jedoch unterschiedlichen Substanzklassen angehören (Diterpenalkaloide, Isochinolinalkaloide, herzwirksame Glykoside); ätherische Öle fehlend
Weitere Informationen*
Arzneipflanzen:
Aconitum napellus (Aconiti tuber - Sturmhutknollen)
Adonis vernalis (Adonidis herba - Adoniskraut)
Helleborus sp. (Hellebori rhizoma - Nieswurz)
Hydrastis canadensis (Hydrastis rhizoma - Hydrastis-Wurzel)

Bilder:
Hepatica nobilis MILL. (in der Volksheilkunde gelegentlich bei Hepatopathien und Gallebeschwerden einschließlich Gallensteinen genutzte Pflanze; das Bild zeigt die ganze Pflanze mit den typischen dreilappigen Laub-, den violetten Perigon- sowie den diese umgebenden kelchartigen Hochblättern)
Hepatica nobilis MILL. (typische radiärsymmetrische Ranunculaceenblüte mit vielzähligem Androeceum und vielzähligem, apokarpen Gynoeceum)
Hepatica nobilis MILL. (Nahaufnahme der Blüte mit vielzähligem Androe- und Gynoeceum)

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Anemone nemorosa L. (Buschwindröschen: Nahaufnahme der Blüte, bei der das vielzählige, apokarpe Gynoeceum besonders deutlich erkennbar ist)
Clematis alpina (L.) MILL. (Pflanzen mit fiederteiligen, gegenständigen Blättern, blauvioletten, kronartigen Kelchblättern und spatelförmigen, weißlichen, nektarfertilen Petalen)
Ranunculus repens L. (Nahaufnahme des kronartigen Nektarblattes = kronblattartiges, nektarfertiles Staubblatt mit der oben im Bild deutlich erkennbaren Nektartasche)

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de