Gattungs- und Artenzahl: 300 Gattungen mit 5000 Arten
Habitus: meist milchsafthaltige (Ausnahmen!), z. T.
sukkulente Bäume, Sträucher, Kräuter und Lianen, teilweise kaktoid mit der Sproßachse
als Photosyntheseorgan; Mesophyten und Xerophyten
Blätter: Blätter winzig bis groß, überwiegend
wechselständig
Vermehrungstyp/Befruchtungsart: monözisch (Blüten häufig in Cyanthien,
welche aus 1 weiblicher und mehreren männlichen Blüten zusammengesetzt ist; s. unten
Abb. Euphorbia cyparissias), diözisch,
sehr selten zwittrig; entemophil
Blütenanordnung und -merkmale: Blüten in Infloreszenzen mit
cymöser endständiger Einheit, diese z. T. von auffälligen Hochblättern umgeben,
winzig, klein oder mittelgroß, radiär; Perianth sepalin, reduziert, fehlend oder
(selten) petalin, falls vorhanden K/C5, A1-1000,G meist 3, gelegentlich 4-30 oder 2,
synkarp, oberständig
Frucht: überwiegend (nicht fleischige) Kapsel oder
Nußfrucht
Verbreitung: gemäßigte Zone, Subtropen und Tropen:
Kosmopoliten, nur in der Arktis fehlend
Chemische Merkmale: verbreitetes Vorkommen von Milchsaft mit
Kautschuk als Hauptkomponente, von Polyphenolen, cyanogenen Verbindungen; in den Samen
meist kaum Stärke, dafür aber reichlich fettes Öl und häufig Proteine/Polypeptide,
darunter z. T. hochtoxische Polypeptide, welche die zu den stärksten bekannten Giften
zählen (u. a. Ricin in Ricinussamen) |
| Bilder: |
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Hevea brasiliensis
(Parakautschukbaum): Die Abbildung links oben zeigt die ganze
Pflanze, die im Amazonasgebiet beheimatet ist und eine Höhe von 30 m erreichen kann,
die Abbildung unten links die ebenfalls
milchsafthaltige Frucht, welche die für die Familie typische Dreiteilung aufweist und
die Abbildung unten halblinks den Stamm, aus dem
zur Kautschukgewinnung Rindenstreifen entfernt werden, wodurch der in allen oberirdischen
Teilen in gegliederten Milchröhren befindliche Milchsaft austreten kann. Die drei rechten
Fotos stammen von einer Plantage in Phuket (Thailand) und zeigen die Kautschukgewinnung
aus den Stämmen. |
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Phyllanthus pectinatus:
baumförmiger Vertreter der Familie, links die ganze
Pflanze, bei der in den Achseln der Laubblätter die mehrere kleine Blüten
umfassenden Infloreszenzen entspringen (rechts oben
und rechts unten) |
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| Euphorbia cyparissias
(Zypressenwolfsmilch): oben der Stengel und
einzelne Blütenbestandteile (beachte die drei Griffel unten), unten eine vollständige Infloreszenz; die
Infloreszenz ist von zwei großen, auffallenden Hochblättern umgeben und setzt sich aus
drei Teilinfloreszenzen, den für Euphorbia charakteristischen Cyathien, zusammen; an der Basis jedes Cyathiums befinden sich
wiederum zwei große, auffallende Hochblätter (am deutlichsten beim linken Cyathium zu
erkennen); umschlossen wird der Blütenstand von 4 becherartig verwachsenen Hochblättern
(bei zahlreichen anderen Arten können es 5 Blätter sein), zwischen denen eine
halbmondförmige Nektardrüse steht (am deutlichsten beim oberen Cyathium zu erkennen);
jedes Cyathium setzt sich aus einem zentralen, gestielten, oft aus dem Cyathium
herausragenden Fruchtknoten (zu erkennen bei allen drei Cyathien) und 5 Reihen von
männlichen Blüten zusammen |
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| Euphorbia mauritanica: rechts die ganze Pflanze, bei der es sich um einen
Rautenstrauch handelt, links die hier deutlich
scheindoldige Infloreszenz mit den weniger gedrängt stehenden Cyathien, bei denen
neben dem herausragenden Fruchtknoten die elliptischen Nektardrüsen besonders auffallen |
Euphorbia
triangularis: im südlichen Afrika heimischer, baumartiger, sukkulenter Vertreter
der Gattung Euphorbia |
Euphorbia
canariensis (Kanaren- / Kandelaber-Wolfsmilch): Standort mit mehreren der an
ariden Standorten der zentralen und westlichen Kanaren verbreiteten, sukkulenten Art |
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Ricinus
communis (ganze Pflanze bzw. Standort mit ganzer Pflanze) |
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