12. Familie: Caryophyllaceae (Nelkengewächse)
Gattungs- und Artenzahl: 88 Gattungen mit 1750 Arten
Habitus: überwiegend einjährige bzw. zweijährige Kräuter, wenige Sträuche bzw. kleine Bäume
Blätter: Blätter ungeteilt, gegenständig oder quirlständig, stiellos oder durchwachsen
Vermehrungstyp/Befruchtungsart: zwittrig, andromonözisch, diözisch oder gynodiözisch
Blütenanordnung und -merkmale: Blüten in dichasialen Blütenständen (s. Abb. Dianthus sp.*), radiär (s. Abb. Cerastium arvense); Perianth doppelt oder sepalin, K und C 5, selten auch 4, Sepalen frei oder verwachsen (s. Abb. Dianthus deltoides), zuweilen mit Außenkelch (s. Abb. Dianthus sylvestris); Androeceum 10 (s. Abb. Cerastium vulgatum*), Gynoeceum 2-5, synkarp, oberständig, Anzahl der Griffel entsprechend der Anzahl Karpelle (s. Abb. Cerastium arvense)
Verbreitung: Dauerfrostgebiete bis Tropen: Kosmopoliten
Chemische Merkmale: allgemein Vorkommen von Saponinen und Mono- und Di-C-glykosylflavonen; Betalaine fehlend!
Weitere Informationen*
Arzneipflanzen:
Herniaria sp. (Herniariae herba - Bruchkraut)
Gypsophila sp. (Saponariae albae radix - Weiße Seifenwurzel)
Saponaria officinalis (Saponariae rubrae radix - Rote Seifenwurzel)
Agrostemma githago (Agrostemmae semen - Kornradesamen)

Bilder:
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Dianthus deltoides L. (Heide-Nelke): Die Abbildungen zeigen von links nach rechts einen Standort in Berlin (Trockenrasen am ehemaligen Mauerstreifen bei Berlin-Hermsdorf), eine einzelne Pflanze am Standort sowie die mikroskopischen Aufnahmen der Blüte. Auffallend bei der Aufnahme in der Mitte sind die verwachsenen Kelchblätter.


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Cerastium arvense L. (Acker-Hornkraut) Dianthus sylvestris WULFEN (Stein-Nelke)

Silene dioica (L.) CLAIRV. (Rote Lichtnelke)


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Stellaria holostea L. (Echte Sternmiere)

Saponaria ocymoides L. (Rotes Seifenkraut) Minutartia rupestris (SCOP.) SCH. & TELL. (Felsen-Miere)

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Stellaria nemorum L. (Hain-Sternmiere): Die hier zusammengestellten Bilder verdeutlichen eine Reihe typischer Familienmerkmale nochmals an einer einzelnen Pflanze. Die Aufnahme der ganzen Pflanze links zeigt die gegenständigen Blätter. Halblinks ist das Dichasium sehr schön zu erkennen. In der Mitte erkennt man die hier (wie auch bei zahlreichen weiteren Caryophyllaceen) freien Kelchblätter. Die 5 Kronblätter sind fast bis zum Grund gespalten. Halbrechts fallen neben den Petalen insbesondere die 10 Staubblätter auf. Die rechte Aufnahme zeigt den oberständigen Fruchtknoten, der aus drei verwachsenen Karpellen besteht (drei Griffel).


© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de