3. Familie: Apocynaceae (Hundsgiftgewächse)
Gattungs- und Artenzahl: 164 Gattungen mit 1500 Arten
Habitus: einige Bäume, Sträucher und Kräuter, überwiegend Lianen; milchsafthaltig
Blätter: immergrün, ungeteilt, ganzrandig, wechsel- oder gegenständig, meist ohne Nebenblätter
Vermehrungsart: zwittrig, Blüten meist mit hoch spezialisiertem Bestäubungsmechanismus
Blütenanordnung und -merkmale: Blüten in Infloreszenzen (Rispen), mit Bracteen, radiär; Perianth doppelt, K5, verwachsen, C5, verwachsen, A5, G2, synkarp, jedoch fast chorikarp erscheinend, oberständig oder halbunterständig
Frucht: Streufrucht, Schließfrucht oder Spaltfrucht (Doppelbalgfrucht)
Verbreitung: gemäßigte Zone bis Tropen: weitverbreitet, Schwerpunkt in den Tropen (in Europa 10 Arten)
Chemische Merkmale: verbreitetes Vorkommen toxischer Inhaltsstoffe, bei denen es sich entweder um Indol-Alkaloide oder Cardenolide handelt, Milchsaft meist mit Triterpenen und Kautschuk
Sonstige Merkmale: bikollaterale Leitbündel
Weitere Informationen*
Arzneipflanzen:
Aspidosperma quebracho-blanco (Quebracho cortex - Quebrachorinde)
Catharanthus-sp. (Vincaalkaloide)
Rauwolfia-sp. (Rauwolfiae radix - Rauwolfiawurzel)
Nerium oleander (Oleandri folium - Oleanderblätter)
Strophanthus gratus (Strophanthi grati semen - Strophanthussamen)
Strophanthus kombe (Strophanthi Kombe semen - Strophanthussamen Kombe)

© Thomas Schöpke thomas@schoepke.de