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Foeniculi amari fructus - Bitterer Fenchel EuAB 97 (Kurzbeschreibung)
Stammpflanze: Foeniculum vulgare MILLER ssp. vulgare var. vulgare [Bitterfenchel]
Droge: die getrockneten, ganzen Früchte und Teilfrüchte, die einen intensiven, charakteristischen, stark würzigen Geruch und einen würzigen-scharfen Geschmack aufweisen; nahezu zylindrisch, unten breit abgerundet, oben verschmälert und mit breitem Griffelpolster, 3-12 mm lang und 3-4 mm breit, mit fünf deutlich hervortretenden, leicht gebogenen Rippen
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl mit trans-Anethol (50-70 %) und Fenchon (12-18 %) als Hauptkomponenten, ferner bis 20 % Fettes Öl
Wirkungen: Förderung der Magen-Darm-Motilität, in höheren Konzentrationen spasmolytisch, Hauptkomponenten des ätherischen Öls (Antethol/Fenchon) sekretolytisch
Anwendungsgebiete: Verdauungsbeschwerden wie leichte, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen sowie Katarrrhe der oberen Luftwege
Gegenanzeigen: keine bekannt
Dosierung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, wird 2-3mal täglich eine Tasse des wie folgt bereiteten Teeaufgusses getrunken: 1 Teelöffel voll (ca. 2,5 g) kurz vor Gebrauch zerstoßener Bitterer Fenchel oder die zerkleinerte entsprechende Menge in einem oder mehreren Aufgußbeutel(n) wird mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) übergossen und nach etwa 10 bis 15 Minuten gegebenenfalls durch ein Teesieb gegeben. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann der Teeaufguß auch zum Verdünnen von Milch oder Breinahrung verwendet werden.
Dauer der Anwendung: Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.

Bilder:
wpe216.jpg (2530 Byte) Mit seinen mehrfach gefiederten Blättern mit den fädigen Spreitenabschnitten ähnelt der Fenchel sehr stark dem Dill, ist aber wesentlich stattlicher und kann eine Höhe von bis 2 m entwickeln (linke Abbildung). Auch hinsichtlich der gelben Blütenfarbe (rechte Abbildung) besitzt die Pflanze einige Gemeinsamkeiten mit dem Dill (Anethum graveolens). wpe217.jpg (3323 Byte)

© Thomas Schöpke schoepke@rz.uni-greifswald.de