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     Geschäftsführender Direktor:   Prof. Dr. rer. nat. Thomas Schweder
 Home > Geschichte der Pharmazie > Handwerkliche Ausbildung der Pharmazeuten
Entwicklung der Pharmazie an der Universität Greifswald
Mediziner als Lehrer der Pharmazie
In den Anfangsjahren der Universität lehrte die Medizinische Fakultät das Fach Pharmazie. Vitalis Flegk, erster Professor für Medizin an der Universität und sein Nachfolger Heinrich ter Porten aus Groningen übernahmen die Pharmazeutische Lehre. Die Ausbildung erfolgte zunächst rein „handwerklich“. Von 1559 bis 1572 lehrte Ezechias Reich dieses Fach und veröffentlichte die Schrift „De utilitate physica“.

Erste ausgebildete Apotheker der Universität waren:

• 1467 Apotheker Tulyn, später Apotheker in Stralsund
• 1492 Nicolaus Holste, apothecarius (1487–1502), Stadtapotheker in Greifswald
• 1544 Laurentius Kreuch, pharmacopola, Hofapotheker in Wolgast

Pharmazie in der frühen Neuzeit
Franz Joel 
Marktplatz von Greifswald 1818

1559 wurde der Ratsapotheker Franz Joel als Professor mit dem Lehrauftrag „De medicinis et physicis“ berufen. Bereits im Jahre 1551 zog der 1526 promovierte Sohn eines Eisenschmiedes nach Greifswald. Er bezog das Gebäude neben dem Rathaus in Greifswald. Der Rat ließ es ihm zur Nutzung als Ratsapotheke umbauen. Er gilt als der bedeutendste der "apothecarii" oder "aromatarii.

 

 

Franz Joel war in seiner Jugend ein Gegner des Paracelsius gewesen. In dem Werk "Opera Medica" forderte er seine Leser auf:
“Die Ärzte sollen die fremden und dunklen Schriften des Paracelsus fleißig lesen. In ihnen sind nämlich sehr nützliche Dinge verstreut, wie Blühmlein unter Dornen. Es können aus seinen Angaben gewisse ausgezeichnete Arzneimittel gesammelt werden, ähnlich Goldkörnern unter dem Mist.“
  Franz Joel Franz Joel und sein Werk "Opera Medica"

Letzte Änderung: 31.03.2010 17:39  Verantwortlich: Institut für Pharmazie
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